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Unser Forschungscluster untersucht die individuellen Konsequenzen von heterogenen Informationsumwelten, wie sie insbesondere im Zusammenhang mit dem Wechsel sozialer Position bei Statuspassagen auftreten.

Heterogene Informationsumwelten entstehen bei Statusübergängen, weil die Informationsquellen für herkunftsbezogene Wissensbestände, Werte und Normen durch neue, dem Zielkontext entlehnte ergänzt und teilweise auch durch diese ersetzt werden. Einen Anwendungsfall bilden der Übergang ins Studium und die Erfahrungen während des Studiums. Informationsumwelten sind hier typischerweise aus familiären und schulischen Netzwerken zusammengesetzt, die mit fachspezifisch akademischen und außerfamiliären "peer groups" und deren Wissens- und Beurteilungsstandards konfrontiert werden. Diese Erfahrungen verändern potentiell das Informations- und Entscheidungsverhalten. Hinzu kommen zwei historische Entwicklungstrends, die diese Informationsumwelten beeinflussen: Erstens deren fortschreitende Digitalisierung, zweitens die zunehmende Vernetzung von formellen und informellen Bildungskontexten.

Unsere Forschung konzentriert sich auf die Analyse der individuellen Konsequenzen dieser beiden Entwicklungen, deren Abhängigkeit von sozialen Kontexten sowie deren Rückwirkungen auf soziale Ungleichheiten.