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Heterogene Informationsumwelten und individuelle Statusübergänge (Cluster 4, WissenschaftsCampus Tübingen)

Heterogene Informationsumwelten entstehen bei Statusübergängen, z.B. beim Übergang von der Schule zum Studium, weil die Informationsquellen für herkunftsbezogene Wissensbestände, Werte und Normen durch neue, dem Zielumfeld entlehnte Informationen ergänzt und teilweise auch durch diese ersetzt werden.

Ein konkreter Anwendungsfall sind der Übergang ins Studium und die Erfahrungen während des Studiums. Informationsumwelten sind hier typischerweise aus familiären und schulischen Netzwerken zusammengesetzt, die mit fachspezifisch akademischen und außerfamiliären "peer groups" und deren Wissens- und Beurteilungsstandards konfrontiert werden. Diese Erfahrungen verändern potentiell das individuelle Informations- und Entscheidungsverhalten. Hinzu kommen zwei historische Entwicklungstrends, die diese Informationsumwelten beeinflussen: Erstens deren fortschreitende Digitalisierung, zweitens die zunehmende Vernetzung von formellen und informellen Bildungskontexten.

Der Cluster fokussiert auf die Analyse der individuellen Konsequenzen dieser beiden Entwicklungen, deren Abhängigkeit von sozialen Kontexten sowie deren Rückwirkungen auf soziale Ungleichheiten. Er setzt damit die Forschung der ersten Förderphase des WissenschaftsCampus Tübingen (2010 – 2012) fort und erweitert diese. Die Untersuchungen der Teilprojekte des Cluster bauen auf einer gemeinsamen Datenerhebung unter Studierenden auf.